Wie Schlafstörungen nachhaltig behandelt werden

Die effektivste und nachhaltigste Methode bei der Behandlung einer Schlafstörung, besteht in der Kombination verschiedener psychotherapeutischer Methoden. Der Grund für diese nachhaltige Wirksamkeit liegt darin, dass direkt die Ursachen der Schlafstörung therapiert werden. Es erfolgt eine Veränderung die durch medikamentöse, oder naturheilkundliche Mittel, nicht zu erzielen ist.

Du suchst eine dauerhafte Lösung für deinen Schlaf, ohne Tabletten und Nebenwirkungen?
Das ist meine Therapieempfehlung.

Die Säulen einer nachhaltigen Therapie von Schlafstörungen:
  Entspannungsfähigkeit (Entspannungsverfahren)
  Befürchtung und Angst vor schlechtem Schlaf und seinen Folgen
   Schlafbehinderndes Verhalten & Gedanken
   Aufklärung über Funktionen des Schlafs und der Folgen einer Störung


Diese Form der Behandlung vermittelt früh Kontrolle und Verständnis für die Situation. 

In der Therapie durchläufst du mehrere, aufeinander aufbauende Phasen. Dies garantiert den steigenden und nachhaltigen Effekt in der Behandlung.

Entspannungsfähigkeit - Säule eins in der Behandlung

Schlaf ist die Fortsetzung von Entspannung. Bist du nicht in der Lage zu entspannen, wirst du nicht schlafen. Wenn du wach im Bett liegst, anfängst zu grübeln und dich zu ärgern, entsteht eine negative Assoziation zum Thema Schlaf und deinem Bett. Mit der Zeit baut sich eine Nervosität auf, wenn es Zeit wird zu schlafen. 

"Hoffentlich kann ich dieses Mal einschlafen und liege nicht wieder die halbe Nacht wach..."

Um diese Angst zu reduzieren, musst du in der Lage sein, dich gezielt entspannen zu können. Teil der Therapie ist es, dir Techniken an die Hand zu geben, mit denen du dich von den negativen Gedanken distanzierst und die Nervosität abbaust. Durch die aufkommende Entspannung signalisierst du deinem Körper, dass es Zeit ist zu schlafen. Du wirst müde. 

Der Behandlungsansatz zielt direkt auf die Anpassung deines Verhaltens ab. Entspannungstechniken gelten als fester Bestandteil der Verhaltenstherapie. 

Um gezielt Entspannung zu erzeugen, eigenen sich in der Therapie verschiedenen Methoden. Dies können Meditation, progressive Muskelrelaxation (PMR), Gedankenreisen, Autogenes Training und ähnliches sein. Damit die Behandlung wirksam ist, muss sie regelmäßig angewandt werden.

Ich arbeite mit einer sehr effektiven Methode, die vor allem schnell zu erlernen ist, der Neuroimagination.

Verhalten & Gedanken - Säule zwei der Therapie

Ein wichtiger Faktor, im Hinblick auf die Nachhaltigkeit der Behandlung, sind Techniken aus der kognitiven Verhaltenstherapie. Gewohnheiten, teilweise Jahrzehnte alt, werden aufgebrochen um deinen Schlaf zu verbessern. 

Bestimmte Gewohnheiten und Gedanken schleichen sich unbemerkt ein und nehmen negativen Einfluss auf deinen Schlaf. Sie entwickeln sich über einen längeren Zeitraum hinweg und entstehen oft unbewusst.

Gewohnheiten wie:
  Abends esse ich mich gerne richtig satt,
  Nur bei absoluter Dunkelheit kann ich schlafen,
  ich habe noch nie durchgeschlafen,
  ich schlafe gerne vor dem Fernseher ein,
  ich habe nur abends Zeit für meinen Sport.


Das sind Faktoren, die sich negativ auf die Schlafqualität auswirken. Da sie gelernt sind, können neue, förderliche Verhaltensweisen und Überzeugungen erlernt werden. Hier setzt die kognitive Verhaltenstherapie an.

Gedanken erzeugen Gefühle. Wenn du an deinen nächsten Urlaub denkst, wird das in dir angenehme Gefühle auslösen. Genauso führen andere Gedanken zu negativen Gefühlen. Unangenehme Emotionen sind Angst, Wut, Scham in verschiedenen Ausprägungen. Nervosität ist eine Art von Angst, die weniger intensiv ist. Erlebst du diese Gefühle, vermeiden sie Entspannung und behindern deinen Schlaf.

Angst vor negativen Konsequenzen
 „Heute muss ich endlich mal wieder gut schlafen, sonst…“ 
 „Ich werde bestimmt wieder die ganze Nacht wach liegen.“

Wut auf Umwelt
"Bei dem Lärm, mache ich garantiert kein Auge zu." 

Diese Gedanken machen Stress. Stress aktiviert deinen Körper und bereitet ihn auf eine Herausforderung vor. An schlafen ist da nicht zu denken. In der Therapie werden diese Effekte gezielt behandelt. 

Die Identifizierung der Gedanken und Verhaltensweisen erfolgt z.B. durch…
  Verwendung eines Schlaftagebuchs
  Den sokratischen Dialog (Fragetechnik)
  Aufklärung über typische Fehler

Gestaltung neuer Gedanken und Verhaltensweisen…
  Aufklärung über schlaffördernde Verhaltensweisen 
  Nutzung von Affirmationen und Autosuggestion 
  Reduzierung von Befürchtungen und Ängsten 

Zusammengefasst: Ziel ist es, eine positive Einstellung zu deinem Schlaf aufzubauen. Ohne negative Erwartungen für die nächste Nacht. Zusätzlich werden schlafbehindernde Gewohnheiten aufgebrochen und durch förderliche ersetzt. Damit kommen wie zur dritten Säule der Therapie. 

Psychoedukation - Säule drei der Therapie 

Ziel ist es dich zum Experten zu machen. Ein üblicher Bestandteil in der Verhaltenstherapie. Du lernst alles über typische Fehler. Was für Folgen eine Schlafstörung haben kann und was die Funktionen des Schlafs sind. Dies vermittelt ein Gefühl von Kontrolle und du fühlst dich weniger ausgeliefert. Zusätzlich bist du in der Lage, deine Fehler zu erkennen und deinem Schlaf selbst auf die Sprünge zu helfen. 

Eine neue Wertschätzung des Schlafs, hilft bewusster mit ihm umzugehen und auf gewisse Dinge zu achten. Das sichert den nachhaltigen Effekt der Therapie und schützt vor Rückfällen.

Ohne diese Aufklärung schlagen Behandlungen immer wieder fehl. Grund dafür ist, dass unter Anwendung der Entspannungstechnik und dem Abbau negativer Erwartungen, der Schlaf besser wird. Du bist zufrieden und wendest die Techniken seltener an und machst weiterhin "Fehler". Nur wer die Zusammenhänge versteht, kann sein Verhalten dauerhaft anpassen, um seinen Schlaf zu fördern. 

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