Wie wird eine Schlafstörung diagnostiziert?

Schlafstörungen werden in der ICD (Klassifikationssystem der WHO für Krankheiten) als psychische Erkrankungen geführt. Das bedeutet, dass die Ursachen einer Schlafstörung in den Gedanken und dem Handeln eines Betroffenen zu finden. Dies können auch unbewusste Vorgänge sein.

Die Diagnose wird durch einen Mediziner. Psychologischen Psychotherapeuten und Heilpraktiker für Psychotherapie dürfen Diagnosen ohne organische Beteiligung stellen. Neben einer medikamentösen Behandlung bestehen psychotherapeutische, nachhaltige Ansätze.

Bei der Diagnose einer Schlafstörung wird versucht festzustellen, ob ein erholsamer Schlaf vorhanden ist, ob du nachts ausreichend regenerierst und die leistungsfähig aus ausgeglichen fühlst. Dies ist völlig unabhängig von der Schlafdauer und den Schlafenszeiten.

Somit ist es wichtig wie genau der Diagnosesteller seine Fragen stellt und der Betroffene sein Befinden beschreibt. Zwei potenzielle Fehlerquellen. Um den Diagnoseprozess möglichst verlässlich zu gestalten, werden Fragebogen zum Screening oder zur ausführlichen Analyse verwendet.

Folgende Bereiche werden zu Feststellung einer Schlafstörung abgefragt:
     • Müdigkeit und Energieempfinden am Tag
     • Konzentrationsfähigkeit
     • Schlafenszeiten (Dauer, Zubettgehen und Aufstehen)
     • Atemaussetzer und/oder Schnarchen
     • Plötzliches Einschlafen
     • Einnahme von Medikamenten
     • Aktuelle Stressbelastung
     • Kaffee- und Alkoholkonsum
     • Typischer abendlicher Ablauf
     • Befürchtungen hinsichtlich des Schlafens
     • Bekannte Erkrankungen
     • Körperliche Symptome: Zuckungen, Kribbeln, Schmerzen
     • Empfinden von Antrieb und Lustlosigkeit


Mit Hilfe dieser Informationen kann es bereits möglich sein eine Schlafstörung zu diagnostizieren. Zusätzlich kann es hilfreich sein ein Schlaftagebuch für etwa zwei Wochen zu führen, um eine Diagnose abzusichern.

Bei einem Verdacht auf eine organische Ursache, ist es erforderlich ein Schlaflabor aufzusuchen. Hier werden über Nacht verschiedene körperliche Messwerte erhoben, um den Schlaf objektiv bewerten zu können.

Organische Schlafstörungen:
     • Schafapnoe 
     • Restless-Legs Syndrom 
     • idiopathische Hypersomnie
     • Narkolepsie und Kataplexie

     

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