Wieder erholsam schlafen, ganz ohne Nebenwirkungen

Die effektivste und nachhaltigste Methode bei der Behandlung einer Schlafstörung, besteht in der Kombination verschiedener psychotherapeutischer Methoden. Der Grund für diese besonders nachhaltige Wirksamkeit liegt darin, dass direkt die Ursachen der Schlafstörung angegangen werden. Es erfolgt eine Veränderung die durch medikamentöse, oder naturheilkundliche Mittel, nicht zu erzielen ist.

Ansätze um einen nachhaltig erholsamen Schlaf zu gewährleisten:
     • Entspannungsfähigkeit (Entspannungsverfahren)
     • Befürchtung und Angst vor schlechtem Schlaf und seinen Folgen
     • Schlafbehinderndes Verhalten & Gedanken
     • Aufklärung über Funktionen des Schlafs und der Folgen einer Störung


Diese Herangehensweise vermittelt den Betroffenen früh Kontrolle und Verständnis für sein Situation. 

Entspannungsfähigkeit

Schlaf kann man als Fortsetzung von Entspannung beschreiben. Bist du nicht in der Lage zu entspannen, wirst du nicht schlafen. Durch negative Erfahrungen entsteht eine Assoziation von Schlaf und Anspannung. 

Um diese Erwartung, oder Befürchtung, zu widerlegen ist es wichtig dem Betroffenen Techniken an die Hand zu geben, mit denen er gezielt Entspannung erzeugen kann, wenn er ins Bett geht.

Hierzu eignen sich verschiedene Methoden. Dies können Meditation, PMR, Gedankenreisen, Autogenes Training und ähnliches sein. Die Wirksamkeit hängt hier von der Regelmäßigkeit der Anwendung ab.

Ich arbeite mit einer sehr effektiven Methode, die vor allem schnell zu erlernen ist, der Neuroimagination.

Verhalten & Gedanken

Dieser Teil des Prozesses ist besonders wichtig im Hinblick auf die Nachhaltigkeit des Erfolges. Es geht darum zum Teil Jahrzehnte alte Prozesse aufzubrechen.

Unser Verhalten und unsere Gedanken sind entscheidende Faktoren. Sie hauptverantwortlich für die Entstehung einer Schlafstörung. Zusätzlich verstärken sie die Schlafprobleme und führen so zu einer Chronifizierung.

Diese Gedanken und das Verhalten sind erlernt, auch wenn dies häufig unbewusst geschieht, ohne dass wir es merken. Sie können sich unbemerkt einschleichen und haben auf den ersten Blick nicht immer etwas mit dem Schlaf zu tun. 

Überzeugungen wie...
     • Abends esse ich mich gerne richtig satt,
     • Nur bei absoluter Dunkelheit kann ich schlafen,
     • ich habe noch nie durchgeschlafen,
     • ich schlafe gerne vor dem Fernseher ein,
     • ich habe nur abends Zeit für meinen Sport,


führen zu einer Beeinträchtigung des Schlafs. Genauso wie diese Überzeugung und Verhaltensweisen sich eingeschlichen haben, ist es möglich gezielt förderliche sich Verhaltensweisen, bzw. die störenden abzuschaffen.

Schlafbehindernde Gedanken und Verhaltensweisen können identifiziert werden und reduziert bzw. ersetzt werden.

Die Identifizierung der Gedanken und Verhaltensweisen erfolgt z.B. durch…
     • Verwendung eines Schlaftagebuchs
     • Den sokratischen Dialog (Fragetechnik)
     • Aufklärung über typische Fehler
Gestaltung neuer Gedanken und Verhaltensweisen…
     • Aufklärung über schlaffördernde Verhaltensweisen
     • Nutzung von Affirmationen und Autosuggestion
     • Befürchtungen und Ängste


Wenn du bereits mit einem unguten Gefühl ins Bett gehst, weil du Angst davor hast wieder nicht schlafen zu können, ist deine Schlafstörung bereits fortgeschritten. Dieser Glaube speist sich aus vielen negativen Erfahrungen. Deine körperliche Reaktion bei Gedanken wie:

     • „Heute muss ich endlich mal wieder gut schlafen, weil…“
     • „Ich werde bestimmt wieder die ganze Nacht wach liegen.“


Führen zwangsläufig zu einer Angstreaktion, einer Stressreaktion, deines Körpers. Stress aktiviert deinen Körper und bereitet ihn auf eine Herausforderung vor. Das Gegenteil von dem, was zum Einschlafen nötig wäre.

Diese Angst lässt sich durch verschiedene Methoden reduzieren, bis wieder positive Erfahrung mit dem Schlaf gemacht werden und so neue Überzeugungen entstehen. 

Funktionen des Schlafs und Folgen einer Störung

Man spricht hier von Psychoedukation. Ziel ist es den Betroffenen zu einem Experten über seine eigene Erkrankung zu machen. Dies ermöglicht es das Gefühl von Kontrolle zurückzuerlangen und sich nicht mehr seiner Störung ausgeliefert zu fühlen.

Darüber hinaus erlaubt das Erkennen der Zusammenhänge sich gezielt selbst zu helfen und bewusst bestimmten Prozessen entgegenzuwirken.

Gleichzeitig kann eine neue Art von Wertschätzung für den eigenen Schlaf erlangt werden. Die Komplexität der Schlaffunktionen und die besondere Bedeutung für die eigenen Gesundheit und die Lebensführung, können einem erneuten entstehen einer Schlafstörung vorbeugen